Hallo liebe Sömmersdörfer!
Ich habe die Passionsspiele am Sonntag, den 12.08.2018 zum ersten Mal besucht und muss an alle Beteiligten, ob Darsteller, Musiker, Bühnenbauer oder Regisseure unbedingt noch ein Feedback geben. Vorne weg: Die Organisation vom Einlass bis über die Versorgung war top! Es gab alles was das kulinarische Herz begehrt und in der Kaffeebar freundliche und fleißige Bienen.
Glücklicherweise durfte ich die Vorstellung fast hautnah (also von der zweiten Reihe aus, mittig) miterleben. Das wird sicherlich auch ein Grund dafür sein, daß ich so eingetaucht bin in das Geschehen… so nah an den Darstellern und ihrer Mimik und dank dem tollen Bühnenbild.
Sowas ergreifendes auf einer Bühne hab ich noch nie erlebt…. und ich war schon in einigen Musicals sowie Theaterstücken. Ich wurde bei der Szene vom Palmsonntag so von der Energie der jubelnden Menschenmengen mitgerissen, daß ich beim Hosanna schon das erste Mal Tränen in den Augen hatte. Was für eine Dynamik!
Das ganze steigerte sich durch die Auftritte des Satans, welche mir immer wieder Schauer über den Rücken getrieben haben. Die Art seiner Bewegung, die Begleitung seiner Schritte (war das eine Bassklarinette?) und die Musik… es hat so genial gewirkt, wenn er urplötzlich in den Kulissen auftauchte und ich hab mich dabei erwischt, schon öfter mal zwischendurch links… rechts… oben abzuchecken, ob er wohl gleich wieder irgendwo auftauchen würde. Ich bin nun wirklich kein Anhänger der dunklen Mächte… ganz im Gegenteil, aber das hatte echt was Magisches…. Großes Lob an den Darsteller sowie an die Regisseure/Musiker für diese Inszenierung!!!
Höhepunkte waren für mich der Kreuzweg und die Kreuzigung auf dem Hügel Golgatha und da war ich sicher nicht die Einzige die bei Jesus, Maria Magdalena und Mutter Maria mitfühlte und die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Ich verspürte zwischendurch eine unglaubliche Wut wegen des gewaltsamen Sterbens und dem Tod von Jesus, der nicht so hätte kommen müssen. Er wollte damals das Friedensreich mit den Menschen aufbauen und statt dessen setzten sich seine Gegner durch aufgrund der Feigheit und Ängste des römischen Prokurators Pilatus und der Menschen, die versprochen hatten, Jesus zur Seite zu stehen….
Beruhigt hat mich erst wieder das leere Kreuz mit dem weißen Tuch.
Das Auferstehungskreuz… Wer auf ein solches Kreuz blickt, der macht sich bewusst: Christus hängt nicht mehr am Kreuz. Er hat trotz der unvorstellbaren Martern am Kreuz Stand gehalten und ist längst auferstanden. Und das schönste Bild am Schluß der Vorstellung …. als Jesus über allen Menschen seine Arme ausbreitete und die ganze Welt umschließt. Ein so toller Abschluss mit gemeinsamen Gesang!
Das Stück hat mich von der ersten Minute an einfach abgeholt, mitgenommen und mich alles mitfühlen lassen … Ein riesengroßes DANKE an dieser Stelle an alle Mitwirkenden für so ein wundervolles Erlebnis! Ich freue mich schon jetzt auf die kommenden Passionsspiele.
Herzliche Grüße aus den sonnigen Haßbergen
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