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Bauarbeiter legen Nachtschichten ein

geschrieben am 31. März 2018

In einem Atemzug mit dem Münchner Olympiastadion und der Elbphilharmonie Hamburg darf das neue Zuschauerdach am Passionsspielgelände Sömmersdorf genannt werden: Weil bei ersterem der gleiche (Prüf-)Statiker für die neuartige Dachkonstruktion am Werk beteiligt war, bei zweitem die gleiche Firma Velabran eine „spannende Lösung“ mit Stahlkonstruktion und Membran anbot, dort für den Klangreflektor über dem Orchester.

Kreativität und Know-how, aber auch den Einsatz aller beteiligten Planer, Statiker und Firmen am 2,7 Millionen Euro-Projekt in Sömmersdorf würdigte Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck auf der Baustelle. Der Donnersdorfer Politiker setzt sich besonders für das Leuchtturmprojekt im Landkreis Schweinfurt ein. Er unterstützte den Verein Fränkische Passionsspiele dabei, die Finanzierung durch verschiedene öffentliche Geldgeber in trockene Tücher zu bekommen.

Copyright Silvia Eidel

 

Auch weil er selbst aus dem Baufach kommt, weiß er, wie schwierig es angesichts boomender Baukonjunktur ist, überhaupt Firmen und Fachleute zu bekommen. Es läge ihm am Herzen, für die vorzügliche Arbeit Dank zu sagen, meinte Eck, den Euerbachs Bürgermeister Arthur Arnold den „Schirmherr“ des Projekts nannte.

Gleichzeitig spornte Eck angesichts des Zeitdrucks bis zum ZDF-Gottesdienst auf der Passionsspielbühne am 27. Mai und bis zur Premiere der Passionsspiele am 24. Juni an. „Wir müssen jetzt so viel Zeit wie möglich rausholen“, gab er den Firmenvertretern mit. Hand in Hand müsse gearbeitet werden. Denn zwischendurch habe er etwas bangen müssen.

Nach der Fertigstellung der mächtigen Stahl-Beton-Fundamente und -Widerlager für die Dachkonstruktion ist mittlerweile die letzte Fläche auf dem Platz nach dem Verlegen von Versorgungsleitungen von der Schweinfurter Baufirma Pfister wieder zubetoniert. Eigens für das besondere Projekt Sömmersdorf habe er auch eine andere Baustelle vorübergehend hintenan gestellt, berichtete Rudi Pfister.

Früher als erwartet ist auch die Geretsrieder Stahlbaufirma Lehmann am Werk: Die Vorbereitungen für den Aufbau des Stahltragwerks am Platz laufen, berichtete Vereinsvorsitzender Robert König. Angeliefert wurden auch die ersten beiden mächtigen, 6,5 Tonnen schweren Stahl-Fußpunkte, die auf die Widerlager geschraubt werden. Die Fußpunkte dienen den zwei fachwerkartigen, gegenläufig geneigten Bogenbinderpaare quer über den Platz. Über 45 Meter werden sich diese frei über den Zuschauerraum wölben. Zwölf Fachwerkträger werden dann längs darin eingebunden, auf 40 Meter von der Robert-Seemann-Halle bis zur Freilichtbühne. Mit dem Aufbau wird am Dienstag nach Ostern begonnen, mit Hilfe eines 100-Tonnen-Krane werden dann die Stahlteile aneinandergefügt.

Dass die bogenförmige Dachkonstruktion des Oberwerrner Architekten Michael Theiss ein Sondergebiet der Baustatik ist, verdeutlichte Alexander Joachim vom gleichnamigen Schweinfurter Ingenieurbüro. Gewaltige Kräfte wirken dort, weshalb die vier Widerlager auch mit je 130 Meter Micropfählen in das Erdreich eingespannt sind, jedes Fundament fünf Tonnen Stahl und 25 Kubikmeter Beton erhielt.

Dem Vier-Augen-Prinzip entsprechend wurden die Berechnungen des Büros, durchgeführt von Ingenieur Stephan Knop, von der Landesgewerbeanstalt Würzburg überprüft. Partner dort war ausgerechnet der Statiker Dr. Gastmeyer, der schon das Dach des Münchner Olympiastadions berechnet hatte, sagte Joachim. Was damals ebenfalls eine große Herausforderung für Planer, Statiker und Firmen war.

Anders als das dortige Plexiglas wird aber eine helle Membran aus Polyestergewebe mit PVC-Beschichtung die 1600 Quadratmeter große Oberfläche der Stahlkonstruktion überspannen. Nur zwei Millimeter dick, aber extrem reißfest und tragfähig, was Schnee- und Windlast anbelangt, sowie geräuscharm bei Regen, informierte Werner Fröhlich von der beauftragten Münchner Firma Velabran. Ziel ist, bis zum ZDF-Gottesdienst so viele der sechs Stahlkonstruktionsfelder zu überspannen wie möglich, beginnend von der Bühne her. Die Membran wird dabei auf einer Seite am Stahlbau befestigt und über das Feld gezogen.

Sobald ein Feld fertig ist, sind die Elektrotechniker gefragt. Als selbstbezeichnete „Nischenarbeiter“, die immer wieder zwischendurch agieren, haben die Fachleute der Wipfelder Firma Schneider nach den Vorgaben des Schwanfelder Ingenieurbüros EP Elektroplanung bereits Kabel verlegt, Kabelrinnen gebaut, neue Sicherheitstechnik eingebaut und die Robert-Seemann-Halle mit Brandmeldetechnik versehen. In bis zu drei Schichten wollen sie notfalls im Mai arbeiten, zumal im Stahlgerüst dann noch die Beleuchtung angebracht werden muss.

Eigens für das „besondere Projekt Sömmersdorf“ hat die Oberpfälzer Medientechnik-Firma lionstag ihr Personal aufgestockt. Licht-, Video- und Tontechnik für eine halbe Million Euro werden dort installiert. Eine 28 Quadratmeter große Videowand ist in der Innenbühne bereits aufgebaut, informierte Geschäftsführer Patrick Lehmeier, die ehrenamtlichen Techniker aus Sömmersdorf sind schon geschult. 30 Funkmikrophone sind bereits kalibriert.

Eigene Datenkabel müssen über Leerrohre im Boden von der Videowand zur neu errichteten, 20 Quadratmeter großen Technikkabine am hinteren Zuschauerrand gezogen werden. Noch installiert werden muss auch die Tontechnik.

Für die Lichttechnik werden etwa 1,5 Kilometer Kabel in die Dachkonstruktion gezogen. „Wir werden wohl auch in Nachtschicht arbeiten“, blickt Lehmeier voraus. Als technische Leiterin wird zu den Spielzeiten eine professionelle Medientechnikerin, Marina Dötterl, dem Sömmersdorfer Team zur Seite stehen.

Dass das Bauprojekt auch Nerven kostet, verhehlte Vereinsvorsitzender Robert König nicht. Aber wie er ist auch Bürgermeister Arnold schon ganz gespannt auf das Raumgefühl unter dem neuen Dach.

 

Text: Silvia Eidel, freie Journalistin

 

 


Von Schuld, Nähe und Weite

geschrieben am 29. März 2018

„Meine Schuld! Es ist meine Schuld!“ Ein verzweifelter Judas irrt durch den Probenraum, flüstert verloren immer wieder: „Ich bin schuld“. Wie wahnsinnig wirkt er, wankt, wirft sich zu Boden, erkennt die Tragweite seines Verrats an Jesus. Der zum Tod seines Freundes führt, den er Meister nennt und von dem er sich so viel erhofft hat. Eine emotionale Situation, die die beiden Judas-Darsteller bei der Probe des Sömmersdorfer Passionsspiels kurz vor Ostern besonders fordert.

Copyright: Silvia Eidel

Ein hartes Scheinwerferlicht erhellt diese dritte Szene des 16. Aktes im Theaterstück vom Leben, Leiden und Sterben Jesu, das in diesem Sommer wieder auf der Freilichtbühne gezeigt wird. In der Robert-Seemann-Halle stehen am Freitagabend vor Palmsonntag Szenenproben von Judas und Jesus an. Im Spiel ist es schon Karfreitag, der Todestag Jesu. Nach der Beobachtung des Kreuzwegs verzweifelt Judas an seiner Tat, dessen letzte Konsequenz er jetzt realisiert.

„Sie spielen emotional stärker“, nickt Regisseurin Marion Beyer anerkennend über die Judas-Darsteller Johannes Gessner und Frank Greubel, die nacheinander in ihren Gewändern die gleiche Szene proben. Beide Laienschauspieler haben erneut ihre Rolle von vor fünf Jahren erhalten. Aber sie zeigen jetzt mehr Facetten dieses Jüngers Jesu, mehr und andere Motive für den Verrat als nur die Geldgier nach den 30 Silberlingen. „Die Rolle ist anders angelegt als früher“, bestätigt Gessner.

„Es ist noch das alte Textbuch, aber durch die Art des Spiels entsteht die Veränderung“, erklärt Beyer. Mit ihrem Regie-Kollegen Hermann J. Vief hilft sie den Spielern, ihre Rolle zu finden. Das funktioniert zum einen über intensive Gespräche und Erläuterungen der Gefühlssituation dieses Judas. Eines Mannes, der immer mehr enttäuscht ist von Jesus, in den er so große Hoffnungen setzte. Der das gemeinsame Streben nach Gerechtigkeit anders interpretiert, politischer. Der ein hartes Durchgreifen gegenüber den römischen Besatzern erwartet. Und nicht versteht, warum sich Jesus jetzt mit Bettlern oder der Außenseiterin aus Samaria abgibt, also humanistische Ziele verfolgt und mit Verstehen und Glauben die Welt verändern will.

„Judas gehörte tatsächlich zu den Zeloten, den Befreiungskämpfern“, gibt Darsteller Frank Greubel die wissenschaftliche Forschung wider und unterstreicht damit die Erwartungshaltung dieses Apostels an Jesus. „Mit seinem Verrat will Judas ihn aus der Reserve locken“, ergänzt Vief. „Jetzt soll Jesus zeigen, was er kann“. Dazu hat die Regie dem bisherigen Text – eine volkstümliche Kombination der verschiedenen Evangelien – einen Satz hinzugefügt. „Jesus, zeig deine Macht“, ruft Judas in seiner Verzweiflung und erwartet, dass sich sein Freund und Meister aus den Händen der römischen Soldaten befreit – vergeblich.

Auch die beiden Jesus-Darsteller Stefan Huppmann und Tobias Selzam beobachten die Probe der Verzweiflungsszene des Judas. Wie er verloren durch den Raum irrt, sich abseits des Scheinwerferkegels kraftlos an die Wand lehnt und auf den Boden rutscht.

„Von der Anlage des Stückes her haben sich Judas und Jesus mit am nähesten von allen gestanden“, meint Huppmann. Die Freundschaft mit Jesus bedeutet Judas alles. Weshalb er auch immer mehr Eifersucht gegenüber einer Maria Magdalena entwickelt, die als Weggefährtin in einer ebenso intensiven Beziehung zu Jesus steht. Er hat Angst, dass sie ihm den Freund wegnimmt. Er fühlt sich vernachlässigt.

„Das ist ja menschlich, dass Judas eifersüchtig ist“, meint der Jesus-Spieler. Und dass er kritisch hinterfragt, wie die gemeinsamen Ziele verwirklicht werden. Und dass er ungeduldig ist. Das sei in jeder Beziehung normal. „In jedem von uns steckt doch ein kleiner Judas“, fasst er zusammen.

Die intensive Probenarbeit versetzt die Männer in ihre Rolle eines stets verzeihenden Jesus, der auch dem Verräter die Chance gibt zurückzukommen. „Er schlägt die Tür nicht zu“, meint Tobias Selzam, „für ihn ist Judas nicht verloren.“

Dieses Gefühl von Nähe und Weite vermittelt Regisseur Vief durch Körperarbeit. Er lässt die beiden Jesus-Judas-Paare nebeneinander durch die Halle laufen, sich freundschaftlich unterhalten, dann streiten. Körperkontakt ist gefragt. Beim Gespräch legt „Jesus“ Tobias Selzam unwillkürlich seinen Arm um Judas‘ Schulter, beim Streit stoßen sich beide weg.

„Judas war eigentlich ein einsamer Mensch“, sinniert Frank Greubel hinterher. „Wenn Jesus ihn berührt, seine Hand auf die Schulter legt, ist er nicht verloren. Er spürt sich nur, wenn Jesus sich um ihn kümmert“, meint er.

Eine solche körperbetonte Streit-Szene gibt es im Passionsspiel natürlich nicht. Sie dient aber dazu, die Grundstimmung zwischen beiden Rollenträgern herzustellen. Diese braucht es, um die Verratsszene am Ölberg glaubhaft zu proben. Dabei kommt Judas mit der Tempelwache auf Jesus zu. „Meister, sei gegrüßt“, sagt er mit belegter Stimme und küsst ihn auf die Wange. „Mit einem Kuss verrätst du mich“, entgegnet ihm der Freund. Worauf Judas betreten zu Boden blickt und wegtritt. „Er ist wieder zu feige, wie beim Abendmahl“, meint Regisseur Vief erklärend zu dieser Szene.

Es sind diese nachvollziehbaren Gefühle, die die Schauspieler professionell vermitteln und den Zuschauer ansprechen wollen. Damit er selbst zum Nachdenken bewegt wird.

 

Text und Foto: Silvia Eidel, freie Journalistin

 

 


Nein – kein Erdbeben – keine Sturmkatastrophe

geschrieben am 15. März 2018

Sondern in eine gewaltige Baustelle hat sich das Passionsspielgelände am Rand des Dorfes verwandelt: Es wird gebaggert, Erde weggefahren, werden Rohre verlegt, Metall verschraubt. Auch abseits der Baumaschinen laufen fieberhaft die Vorbereitungen für die Fränkischen Passionsspiele Sömmersdorf in diesem Sommer.

Kein Tag vergeht, an dem der ehrenamtliche Vereinsvorsitzende Robert König nicht an der Baustelle ist, Gespräche mit Planern, Baufirmen und Handwerkern führt oder auch Interviews gibt. Mittlerweile sind nicht nur die Medien in der Region, sondern darüber hinaus aufmerksam geworden, was sich Gewaltiges in dem 680-Einwohner-Dorf tut.

Im Vorfeld wird derzeit rings um die betonierte Besucherfläche die Erde aufgegraben, um Kanal, Wasser und Strom zu verlegen. Auch zu den vier aus dem Boden ragenden Betonfundamenten des Daches werden Strom- und Wasserleitungen geführt, um über Anschlüsse für die künftige Multifunktionalität der Anlage zu verfügen. Natürlich wird es Internetanschluss und WLAN dann am Gelände geben.

Bis Ende März müssen die Erdarbeiten erledigt sein. Dann werden an den vorderen beiden Seiten des 50 Meter breiten Platzes Montagetürme aufgebaut, mit deren Hilfe sowie einem 100-Tonnen-Kran die stählernen Quer- und Längstraversen des gewölbten Daches montiert werden.

Eine einmalige Konstruktion

Die vom Oberwerrner Architekt Michael Theiss geplante, bislang einmalige Konstruktion, wird nach europaweiter Ausschreibung von der Münchner Firma Velabran ausgeführt. Den Metallbau erledigt die Firma Lehmann aus Geretsried in Oberbayern. „Nach Ostern wird mit dem Aufbau am Platz begonnen“, informiert der Vorsitzende Robert König. Etwa fünf Wochen soll dies dauern.

Dann werden 150 Tonnen Stahl nach einem ausgeklügelten Plan aneinandergefügt. Das Dach wird vorne auf die Freifläche der Bühne ragen und hinten fünf Meter über die Robert-Seemann-Halle geführt. „Das wurde so ausgerechnet, dass kein Licht von hinten in den Zuschauerraum fällt, wenn die Sonne tief steht“. Mit dem Aufziehen der hellen Zeltplanen über das Stahlgerüst soll in der letzten Aprilwoche begonnen werden, so die Hoffnung des Vorstands.

Scheinwerfer und Tontechnik werden montiert

Schließlich müssen auf die Stahltraversen auch noch Scheinwerfer und Tontechnik montiert werden. Für die neue technische Ausrüstung wird derzeit eine metallene Steuerungskabine am hinteren Platzende aufgebaut. 2,80 Meter über dem Erdboden wird eine Metallplattform die 2,50 Meter hohe Kabine tragen.

Über die Wintermonate hat der Verein Fränkische Passionsspiele Sömmersdorf in Eigenleistung den 6,5 auf 6,5 Meter großen Orchesterraum an der linken Bühnenseite gebaut. „Wir haben an die 15 Samstage dort gearbeitet“, blickt König zurück und zollt seinen „tüchtigen Leuten“ ein „ganz hohes Lob“. Jetzt haben nicht nur die Musiker mehr Platz und werden gut gesehen. Auch die Zuschauer an der linken Seite haben einen besseren Blick hinauf, dort, wo die Kreuzigungsszene gespielt wird. Und das Flachdach des Orchesterraums erweitert zudem die Spielfläche.

Am Bühnenhaus sind bereits erste Aufbauten des neuen Bühnenbildes erkennbar. Etliche Vorarbeiten haben nach den Angaben des Berliner Bühnenbildners André Putzmann die Sömmersdorfer Kurt Stark und Michael Garbe bereits erledigt. Ab Ende März wird der Profi aus der Hauptstadt für drei Wochen ins Passionsspieldorf kommen, um gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern eine alte Stadt Jerusalem erstehen zu lassen.

„Es wird auf jeden Fall spannend“, meint Robert König mit Blick auf die derzeitige Baustelle. Zumal parallel zu allen Arbeiten auch noch auf der Bühne das Theaterstück geprobt werden muss.


„Wir sind die Zukunft“

geschrieben am 22. September 2017

Nachdem bisher eher die  Erwachsenen an verschiedenen Auswahl-Workshops teilnahmen, konnten auch unsere jüngsten Talente ihr Können unter Beweis stellen.

Da sehr viele Kinder und Jugendliche in der vorausgegangenen Befragung ihr Interesse an den Passionsspielen 2018 bekundeten, wurden von der Regie eigens neue Rollen geschrieben. So wird es 2018 neben der bereits etablierten Schulklasse auch eine Pfadfinder-Crew geben.

Beim „Casting“ der Jugendlichen für die Pfadfindergruppe, wurden aber auch junge Tänzerinnen für die Herodes-Szene gesucht.

Sich auf verschiedene tänzerische Figuren einlassen, der Musik hingeben und gemeinsam an einer kleinen Choreographie arbeiten, waren beispielsweise Aufgaben bzw. Anforderungen an unsere „Teenies“.  Die Jugendlichen waren mit großem Eifer und Spielfreude dabei und vergaßen völlig, dass es eigentlich um die Vergabe der Rollen ging.

An diesem Wochenende wurden spielerisch schauspielerische Grundlagen erarbeitet, die für ein bewegungsbetontes Spiel wichtig sind – besonders im Freilichttheater.

Durch Körper- und Stimmtraining, Sensibilisierungen und Improvisationen  wurden unsere Teilnehmer mehr und mehr ermutigt, sich in den vielfältigen Ausdrucksformen zu erproben, ohne dass das Gefühl vermittelt wurde, dass sie unter „Beweis“ stünden. Die Freude am Theater, am Spiel, die auch Lust macht, sich gewisse Situationen vorzustellen, war entscheidend.

Daraus entwickelten die Teilnehmer mit Hilfe unserer Regiesseure schrittweise Situationen, Figuren und schließlich Bühnencharaktere. Mit Fantasie und der nötigen Emotionalität entstanden so stimmige Einzel- und Partnerszenen.

Aufgeregt und spielfreudig ging es auch am gleichen Tag mit den kleinsten Schauspielern der Passion in der Robert-Seemann-Halle zu. Alle fünf bis zehn Jährigen waren dabei, die Vorgaben, die mit Phantasie entsprechend kindgerecht gemacht wurden, wie gewünscht umzusetzen.

Die Regisseure Marion Beyer und Hermann J. Vief waren mehr als zufrieden mit dem Ergebnis des Wochenendes und freuen sich ebenso, wie unsere Teilnehmer auf die gemeinsame und intensive Probenzeit, die für Sie mindestens genauso wichtig ist, wie das Ergebnis einer besonderen und berührenden Inszenierung: der Passion 2018

Am Ende des Tages stand für alle eines fest – egal, welche Rolle und wieviel Text – entscheidend ist das Dabeisein und die Gewissheit, dass es jetzt endlich losgeht, ganz nach dem Motto:

Wir sind die Zukunft – wir sind voller Tatendrang – wir freuen uns auf die Passion 2018!

 


Eine Ära geht zu Ende!

geschrieben am 24. Mai 2017

Jahrzehntelang prägten Sie das Bild vom Zuschauerraum der Sömmersdorfer Freilichtbühne:

Die Trichterschirme.

Die imposanten Konstruktionen aus Metall und Zeltdachplane schützten das Publikum vor Regen und Sonne.

Am 23. Mai wurden nun die letzten „Überreste“ endgültig abgebaut.


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